Vitor Zimmerer
Herrschaft durch Sprachherrschaft?
Was uns die Psycholinguistik über die „Macht
der Wörter“ sagen kann
Berliner Beiträge zur Linguistik [ISSN 1612-8524],
Bd. 4
Berlin 2006, 118 Seiten, € 22,80; ISBN 978-3-89998-086-8
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Bände der Reihe
Über das Buch:
Die Frage, inwiefern die Sprache das Denken fördert
oder hindert ist so alt wie die Sprachwissenschaft selbst.
In den letzten hundert Jahren entwickelte sich diese Auseinandersetzung
zu einer Angst, durch eine manipulative Sprache Opfer einer
Manipulation von Gedanken und Gefühlen zu werden. Sprachkritiker
warnen vor einer „Herrschaft durch Sprachherrschaft“,
einem manipulativen Gebrauch von Sprache durch Politiker
und Wirtschaftsbosse. Sprachkritik, die sich mit dieser
„Macht der Wörter“ befasst, ist jedoch
bisher fast ausschließlich frei vom Einbezug empirischer
Beweise für ihre Thesen.
Diese wissenschaftliche Abhandlung greift Ergebnisse der
Psycholinguistik auf, also dem Teil der Sprachwissenschaft,
der sich mit sprachlichen Repräsentationen im Gehirn
und ihren Zusammenhang zu anderen Teilen der Kognition beschäftigt,
und bringt diese in die sprachkritische Diskussion ein.
Dazu wird die Sprachkritik zunächst vorgestellt und
ihre wichtigsten Thesen der Sprachkritik zur Macht der Wörter
formuliert. Anschließend werden die Ergebnisse der
Psycholinguistik zu diesem Thema präsentiert, ihre
Konsequenzen für die Sprachkritik erforscht. Damit
gibt dieses Buch Antworten für Sprachkritiker und stellt
neue Fragen an die Psycholinguistik.
Über den Autor:
Vitor Zimmerer, Jahrgang 1978; Studierte
germanistische und allgemeine Sprachwissenschaft an der
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Abschluss
2006 mit dem Magister Artium