Kathrin Wollmann
Struktur, Dynamik und Nahrungsaufnahme des Crustaceenplanktons
eines acidotrophen Moorsees
Auswirkungen des Wechsels von invertebraten zu vertebraten
Räubern
Berliner Beiträge zur Ökologie [ISSN 1610-6326],
Band 2
Berlin 2002, 150 Seiten, € 32,80; ISBN 978-3-934479-76-0
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Zum Inhalt:
Von 1991 bis 1994 wurden Untersuchungen zur Struktur und
Dynamik des Crustaceenplanktons eines Moorsees unter dem
Einfluß invertebrater (Corixiden, Chaoborus) und vertebrater
(Perca fluviatilis) Räuber durchgeführt. Das Experimentalgewässer
Große Fuchskuhle war durch eine Polyethylenfolie viergeteilt.
Die Kompartimente wurden 1993 mit Barschen in unterschiedlicher
Dichte besetzt.
Es wurde untersucht, ob der Wechsel von invertebraten Räubern,
die eher kleine Zooplankter fressen, zu Barschen, die große
Individuen selektieren, sich entsprechend der Size Efficiency
Hypothese und der Cascading Trophic Interaction Hypothese
(Brooks & Dodson, 1965; Carpenter et al., 1985) auswirkte
(top-down) und welche Bedeutung das Phytoplankton als bottom-up
Faktor für die Entwicklung der Crustaceen hat.
Die Crustaceengemeinschaft wurde anhand der Artenzusammensetzung,
Abundanz und Biomasse sowie ihrer durchschnittlichen Längen
und Gelegegrößen charakterisiert. Durch Untersuchungen
zur diurnalen Vertikalmigration wurden ihre Reaktionen auf
die verschiedenen Räubertypen analysiert. Mit Hilfe
eines Overlap Indexes konnten räumliche Beziehungen
sowohl zwischen den einzelnen Crustaceengruppen als auch
zwischen den Crustaceen und dem Phytoplankton aufgezeigt
werden. Grazingexperimente mit Traceralgen zusammen mit
natürlichem Seston im diurnalen Rhythmus belegten die
Interaktionen zwischen den Crustaceen und dem Phytoplankton.