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Käthe Katrin Wenzel

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Käthe Katrin Wenzel
Fleisch als Werkstoff
Objekte auf der Schnittstelle von Kunst und Medizin


Berlin, Juni 2005, 196 Seiten, mit 30 Abbildungen, € 14,90; ISBN 978-3-89998-056-1

Über das Buch:
Fleisch und Körperfragmente, naturgetreu nachgebildet oder konserviert, üben eine zwiespältige Faszination auf den Betrachter aus. Die Techniken zur Konservierung von organischem Gewebe und zur Nachbildung versehrter Körper, die man vor allem für Reliquien und Votive nutzte, wurden seit der Frühen Neuzeit zu wissenschaftlichen Zwecken weiterentwickelt.
Historisch spielte sowohl im religiösen Kult als auch in der Wissenschaft der Ersatzstoff Wachs eine große Rolle, der die täuschende Nachbildung organischer Oberflächen ermöglicht. Die Faszination und den ambivalenten Schauwert solcher Objekte machten sich zugleich auf Jahrmärkten und in festen Häusern die Panoptika zunutze, in denen sie zu Lust und Schauder der Betrachter dargeboten wurden.
Aus dem Dreieck von christlicher Tradition, wissenschaftlichem Erkenntnisstreben und Sensationswert speisen sich im 20. Jahrhundert die Arbeiten von Künstlern wie Paul Thek, Damien Hirst und Micha Brendel, die mit den komplexen Bezügen und der heftigen Wirkung von organischem Gewebe als Werkstoff experimentieren, und die zu den Polen Wissenschaft, Kult und Panoptikum in unterschiedlicher Art und Weise Stellung beziehen.

Über die Autorin:
Käthe Katrin Wenzel, 1972 in Aachen geboren, Studium der Kunstgeschichte, Anglistik und Geschichte in Marburg, Florenz und Berlin. 1999 Magisterabschluss, 2003 Promotion. Lebt und arbeitet in Berlin.

Das sagen andere:

„Die Kunsthistorikerin hat ein Werk zum Thema Anknüpfungspunkte zischen Medizin, Alltag und Kunst verfasst, das die verschiedenen Seiten von Körpern in unserer Kultur beschreibt. Es geht um die Grenzen der Darstellung zwischen Kunst und Wissenschaft, die sowohl schön als auch erschreckend sein können."

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