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Irene Wagner

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Inhalt

Irene Wagner
Ist die Familie noch zu retten?
Möglichkeiten und Grenzen der Krisenintervention durch Betreuten Umgang

Berliner Beiträge zur Familiensoziologie [ISSN 1610-5834], Bd. 1

Berlin 2002, 245 Seiten; € 14,90; ISBN 978-3-934479-77-7

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Über das Buch:
Die nach wie vor hohe Scheidungsziffer könnte zu der Besorgnis führen, dass die Familie ein Auslaufmodell ist, dass sie dank moderner Reproduktionstechnik nicht einmal mehr zur Nachwuchssicherung notwendig ist und dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis sie durch Alternativen abgelöst wird oder als rudimentäres Element in der Single-Gesellschaft ein Schattendasein führt. Kirche und Politik zeigen sich gleichermaßen, wenn auch aufgrund unterschiedlicher Motive, besorgt über den befürchteten Verfall der Familie.

Politiker beklagen vor allem das Schrumpfen der Familie, weil es zu einer negativen Entwicklung der Bevölkerungs-pyramide führt. Manche befürchten gar einen radikalen Bevölkerungsschwund, der nur noch durch Zuwanderung abgemildert werden könne, aber irgendwann dazu führen könnte, dass die Deutschen zur Minderheit im eigenen Land werden könnten. Dieses Szenario erschreckt zwar viele Bürger, bewirkt aber keine Bereitschaft der Familien, mehr Kinder aufzuziehen.

Da liegt die Frage nach den Ursachen nahe. Wenn die Familie nicht mehr so attraktiv zu sein scheint, dann könnte es auch an der Unzulänglichkeit der äußeren Bedingungen liegen. Für die Politik galten bislang immer andere Prioritäten, Familienpolitik war eher ein Randbereich. Allenthalben fehlt es an Kinderbetreuungsstätten, an familienfreundlichen Wohngebieten, die für die Normalfamilie finanzierbar sind, an Flexibilität im Arbeitsprozess und familienunterstützenden Einrichtungen.

Über die Autorin:
Irene Wagner, geb. 1943, machte als Lehrerin die Erfahrung, dass zwischen häuslichen und schulischen Problemen der Schüler ein Zusammenhang besteht. In ihrer späteren Tätigkeit als Diplom-Pädagogin in einer Praxis für Ergotherapie und Heilpädagogik verstärkte sich ihre Erkenntnis. Deshalb engagierte sie sich ehrenamtlich im Kinderschutzbund und gelangte zu der Einsicht, dass familiale und gesellschaftliche Probleme in engem Zusammenhang stehen. Daraus ergab sich ihre wissenschaftliche Betätigung und ihr Engagement in Organisationen zur Verbesserung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.