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Constance Wachsmann

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Inhalt

Constanze Wachsmann
Der sowjetische Heine
Die Heinrich Heine-Rezeption in den russischsprachigen Rezeptionstexten der Sowjetunion (1917–1953)


Berlin 2001, 311 Seiten, € 22,50; ISBN 978-3-934479-29-6

Über das Bucht:
Dass Heinrich Heine in der Sowjetunion zu den populärsten deutschen Dichtern zählte, war Slavisten und Germanisten stets bewusst: Allein die Fülle der in einschlägigen Bibliographien verzeichneten Heine-Texte aus der Sowjetunion galt dafür als Indiz. Doch was machte die sowjetische Heine-Rezeption aus?

Sowjetische Versuche, die Rezeption von innen her darzustellen, begnügten sich damit, die Lebendigkeit von Heines Erbe in der Sowjetunion allgemein zu betonen. Eine Erklärung, wie die sowjetische Rezeption verlief, welche Gründe der staatlich gelenkte Literaturbetrieb für die Popularisierung des Dichters hatte und wie man diese Popularisierung organisierte, blieb man schuldig. Diesen Fragen nimmt sich die vorliegende Untersuchung erstmals an. Sie rekonstruiert zwischen 1917 und 1953 zwei Phasen, in denen es, begleitet vom zielgerichteten Umbau des Presse- und Verlagswesens sowie des Wissenschaftsbetriebes, gelang, einen eigenen, den „sowjetischen Heine“, zu schaffen. Dieser „sowjetische Heine“ war ein Produkt der offiziellen Politik der Sowjetunion.

Die Untersuchung ergänzt die Geschichte der deutsch-slavischen literarischen Wechselseitigkeit sowie die Heine-Rezeptionsforschung um ein weiteres zentrales Kapitel. Mit ihrer vollständigen Bibliographie aller sowjetischen Heine-Texte wendet sie sich an Slavisten, Germanisten und Liebhaber des Dichters.

Über die Autorin:
Constanze Wachsmann, geb. 1970, Studium der Fächer Russisch, Deutsch, Geschichte an den Universitäten Bochum, Minsk, Göttingen; Promotion in der Slavischen Philologie an der Universität Göttingen, arbeitet seit 2002 als Personalberaterin.