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Magdalena Stülb
Transkulturelle Akteurinnen
Eine medizinische Studie zu Schwangerschaft, Geburt und Mutterschaft von Migrantinnen in Deutschland

Berliner Beiträge zur Ethnologie [ISSN 1610-6768], Bd. 20
Berlin, Februar 2010, 292 Seiten; € 28,00; ISBN 978-3-89998-176-6

Weitere Bände der Reihe

Über das Buch:

Da der Anteil der Frauen an der weltweiten Migration in den letzten Jahren stets gestiegen ist, finden frauenspezifische Themen zunehmend Beachtung. Ein zentrales biografisches Ereignis im Leben von Frauen ist das Mutterwerden: Welche besonderen Herausforderungen stellen sich für Migrantinnen? Finden sich Kulturkonflikte in der Geburtshilfe?

Um diesen Fragen nachzugehen begleitete die Autorin nach Deutschland zugewanderte Frauen aus unterschiedlichen Herkunftsländern während der Schwangerschaft, bei der Geburt und in den ersten Monaten mit dem Neugeborenen. Eine grundlegende Beobachtung dabei war, dass sich die Frauen zwar auf Wissen, Erfahrungen und Traditionen aus ihren Herkunftsländern und -regionen beziehen, daneben aber aktiv sehr viele weitere Informationsquellen und Unterstützungssysteme nutzen. Nachbarinnen, Freundinnen, Familienmitglieder bilden sogenannte transkulturelle Netzwerke, die die werdenden und jungen Mütter auf vielfältige Weise beraten und unterstützen. Aber nicht nur Migrantinnen, auch die hier tätigen Hebammen haben Zugang zu vielfältigen Wissenssystemen und verfügen über ihre jeweils individuellen Konzepte einer guten Geburt. Damit entsteht durch das Zusammentreffen von Migrantinnen und Hebammen ein transkultureller Raum, in dem Geburtskultur ausgetauscht, ausgehandelt und stets auch neu geschaffen wird.