Jens Steinigen
Zivilrechtliche Aspekte des Dopings aus der Sicht des Spitzensportlers
Berliner Beiträge zum Sportrecht (Hrsg. Prof.
Dr. Ludwig Kroiß & Dr. Jens Steinigen)
[ISSN 1612-4472], Bd. 1
Berlin 2003, Format DIN A5, 370 Seiten; € 39,80;
ISBN 978-3-89998-005-9
Zur
Buchreihe
Über den Autor:
Wer könnte mehr zu Doping sagen als der frühere Weltklassesportler,
Mitglied der DDR- Biathlon Nationalmannschaft und Olympiasieger
von 1992 Jens Steinigen. Er arbeitet heute als Rechtsanwalt
und vertritt u.a. Leistungssportler. Bekannt geworden ist
Jens Steinigen durch den Prozess der Karen König gegen den
ehemaligen DDR- Leichtathletikverband. Nun veröffentlichte
er seine Erfahrungen in dem ersten Band der Berliner Beiträge
zum Sportrecht.
Über das Buch:
Seit etwa 3 Jahrzehnten beschäftigen Dopingfälle
im Sport die Öffentlichkeit und die Gerichte in Deutschland.
Doping ist in vielen Sportarten seit Jahren ein Dauerthema.
Die Bundesrepublik Deutschland gehört zu den führenden
Sportnationen der Welt. Die Leistungen ihrer Athleten bei
internationalen Wettkämpfen haben ihr diesen Ruf eingebracht.
Mit diesen Erfolgen erhält auch der Hochleistungssport
eine neue, vermögensrechtliche Dimension. Die fortschreitende
Kommerzialisierung garantiert den Sportlern auch in Sportarten,
die nicht zum traditionellen Bereich des Profisports gehören,
große Gewinnmöglichkeiten. Gewinnstreben und
sportliche Fair-Play-Prinzipien bilden scheinbar unlösbare
Gegensätze.
Standen bisher im Vordergrund der Dopingdiskussion die Forderung
nach Selbstreinigung des Sports und Probleme strafrechtlicher
Verantwortlichkeiten, so werden in der Zukunft angesichts
der enormen vermögensrechtlichen Auswirkungen auch
haftungsrechtliche Fragestellungen rein zivilrechtlicher
Art Bedeutung erlangen. Erfolge bei wichtigen internationalen
Wettbewerben sind zwar grundsätzlich von ideeller Bedeutung,
sie berühren jedoch auch wesentliche vermögensrechtliche
Interessen der Spitzensportler.
Das Buch bietet trotz der Komplexität des Themas eine
nahezu umfassende Darstellung der Gesamtproblematik mit
vielfältigen Lösungsansätzen. Neben der Erörterung
einiger typischer Dopingfälle zur Verdeutlichung der
Argumentation des Verfassers und der Entwicklung einer eigenen
Sichtweise zur Problematik der Sanktionierung von Doping-verstößen,
ist es vor allem ein Anliegen des Buches, zu zeigen, dass
sich kontrovers diskutiert und bisher wenig beachtete zivilrechtliche
Fragestellungen mit Blick auf die unternehmerische Tätigkeit
der am Spitzensport Beteiligten lösen lassen.
PDF-Dokument
mit Inhalt und Vorwort ...
Die FAZ schreibt über den Autor:
Wer sich wehrt, wird ausgespuckt
Der einsame Kampf des Biathleten Jens Steinigen, der
sich dem Doping verweigerte und zum Zerstörer seiner
Sportart abgestempelt wurde
Passen Erfolg und Moral zusammen? Die Führungsriege
der deutschen Sportverbände scheint das nicht zu glauben.
Warum sonst würden Leistungssportler, die sich zu Fairneß
und Chancengleichheit bekennen, intern als Nestbeschmutzer
drangsaliert?
Jens Steinigen hat diese Erfahrungen im Biathlon gemacht:
"Das sind Fakten."
Mit 38 glaubt er immer noch an die Werte des Sports, so
wie einst mit sechs. Sollte er aber einen Athleten beraten,
dann würde er ihm folgende Botschaft mit auf den Weg
geben: "Laß die Finger von Doping. Im negativen,
aber auch im positiven Sinne. Ein Kampf gegen Mißstände?
Das kommt nicht gut, das ist meine Erfahrung, durch Tatsachen
begründet."
Seit 2000 kämpft er als Anwalt in der Kanzlei Lenze
standesgemäß ums Recht - meisten um das anderer.
Er sagt, er habe schon immer einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn
gehabt. Wahrscheinlich ist Steinigen deshalb immer wieder
gegen den Strom geschwommen. "Demokratischer Sport?"
Steinigen lacht leise.
Auszüge aus Wer sich wehrt, wird
ausgespuckt, Anno Hecker, FAZ vom 19. April 2005, S.
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