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Katja Schmidt
Die Entwicklung der Jüdischen Religionsgesellschaft
zu einer Körperschaft des öffentlichen Rechts
in der Zeit von 1671 bis 1918 in Preußen
- unter besonderer Würdigung
der Berliner Verhältnisse -
Berliner Beiträge zur Rechtswissenschaft
[ISSN 1610-5737], Bd. 16
Berlin 2006, 246 Seiten, € 29,80; ISBN 978-3-89998-094-3
Weitere
Bände der Reihe Über
das Buch:
Das Buch untersucht die öffentlich-rechtliche Stellung
der jüdischen Religionsgesellschaft in Preußen
von 1671 bis 1918 unter der Frage, ob die Religionsgesellschaft
eine Körperschaft des öffentlichen Rechts
sei oder nicht. Erstmals wird ein zusammenfassender
Überblick über die Entwicklung des Rechtsstatus
der jüdischen Religionsgesellschaft in Preußen
gegeben. Die angeführten Primärquellen der
preußischen Könige vor allem aus dem 17.
und 18. Jahrhundert machen die Sonderstellung der Juden
und ihrer Religionsgesellschaft im preußischen
Absolutismus besonders deutlich. Der Staat reglementierte
das jüdische Leben und die jüdische Religion
mit so genannten „Judenprivilegien“ bzw.
„Judengesetzen“ und schuf so einen eigenen
Rechtskreis für die Juden. Inwieweit sich die Juden
teilweise dennoch dem staatlichen Einfluss entziehen
konnten, wird in diesem Buch dargestellt.
Der zunächst in chronologischer Folge gegebene
Überblick über die politischen und sozialen
Verhältnisse in Preußen erleichtert es dem
Leser, ein Gefühl für die Zeit zu bekommen
und die Hintergründe zu verstehen, warum der Staat
auf eine bestimmte Art und Weise mit den Juden verfahren
ist. Einen besonderen Stellenwert nehmen die Juden Berlins
ein, auf die immer wieder ausführlich eingegangen
wird. Vor allem die auch heute noch bestehende jüdische
Berliner Gemeinde „Adass Jisroel“ wird beleuchtet
und ihre Entwicklung aufgezeigt. Nicht nur der rechtshistorisch
interessierte Leser wird viel Neues über das jüdische
Leben und den Rechtsstatus der jüdischen Religionsgesellschaft
in Preußen in der Zeit von 1671 bis 1918 erfahren.
Über die Autorin:
Katja Schmidt, geb. 1978 in Schwerin, studierte von
1998 bis 2003 Rechtswissenschaften und promovierte anschließend
bis 2006 an der Humboldt Universität zu Berlin.
Seit 2006 ist sie Rechtsreferendarin in Berlin und arbeitet
außerdem als Dozentin für Verwaltungsrecht
an einer privaten Bildungseinrichtung.
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