Bettina Sauer
Bedeutung der Signalwege des transformierenden Wachstumsfaktors
TGF-beta
für Effekte von Lysophospholipiden auf epidermale und
dermale Zellen
Berliner Beiträge zur Pharmazie, Bd.4
Berlin 2003, Format DIN A5, 280 Seiten, zahlreiche Abbildungen;
€ 32,80; ISBN 978-3-89998-014-1
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Bände der Reihe
Über das Buch:
Die Lysophospholipide Sphingosin-1-Phosphat (S1P) und Lysophosphatidsäure
(LPA) beeinflussen als Liganden spezifischer G-Protein-gekoppelter
Rezeptoren vielfältig Proliferation, Zytoprotektion
und Chemotaxis. Sie liegen in erhöhten Spiegeln im
Wundareal vor und fördern die Aktivitäten dermaler
Fibroblasten und die Chemotaxis von Keratinozyten, hemmen
jedoch deren Proliferation. Hier zeigen sich Ähnlichkeiten
zum Transformierenden Wachstumsfaktor TGF-beta. In dessen
bedeutendster Signalkaskade phosphorylieren TGF-beta-Rezeptoren
R-Smad-Proteine, die mit dem Co-Smad4 dimerisieren und Genaktivitäten
steuern. Das R-Smad3 ist essentiell für die chemotaktischen
und antiproliferativen Wirkungen von TGF-beta auf Keratinozyten.
Die vorliegende Arbeit zeigt nun erstmals eine Aktivierung
von Smad3 durch Lysophospholipide auf der Ebene der Phosphorylierung,
der Dimerisierung mit Smad4 und der Translokation des Komplexes
in den Nukleus. Darüber hinaus konnten Knockout-Experimente
bestätigen, dass Smad3 auch an der Vermittlung der
chemotaktischen Wirkung von Lysophospholipiden auf Keratinozyten
beteiligt ist. Die Smad3-Aktivierung wurde auf die Stimulation
von Lysophospholipid-Rezeptoren zurückgeführt,
die somit eine "Cross-Kommunikation" mit den TGF-beta-Rezeptoren
induzieren und die Signaltransduktion dieses bedeutenden
Wachstumsfaktors unterstützen.