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Johanna Rosenfeld
Hexerei als Sprachspiel

Berliner Beiträge zur Ethnologie [ISSN 1610-6768], Band 26

Berlin, September 2011, 142 Seiten, 28,50 €; ISBN 978-3-89998-197-1

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Ein Wort, das tötet. Ganz physisch. Ganz real. Kennen wir in unserer entzauberten Welt ein solch machtvolles Wort? Können wir uns auch nur im Entferntesten eine Vorstellung von einem solchen machen? Ende der 1970er Jahre trifft die Ethnologin Favret-Saada in Westfrankreich auf ein solches Unding und stellt fest: Wen es packt, den tötet es so sicher wie eine Gewehrkugel. Wie aber? Wie sollte ein solches Wort lauten? Woher nimmt es seine physischen Kräfte? Doch nur alles fauler Zauber?
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeit eines solches Wortes und kommt zu dem Schluss: Es gibt nichts Wirklicheres als dieses Wort. Denn es gibt nichts Ernsteres. Menschen sterben durch seine Macht. Aber diese Potenz speist sich gerade nicht aus mystischen Quellen. Das Wort tötet, weil es eine Bedeutung in einem spezifischen Sprachspiel hat.
Wenn es aber ein solches Wort tatsächlich gibt, müssen wir dann nicht noch einmal die Prinzipien der Religionsethnologie völlig neu überdenken?