Peter Portius
Untersuchungen über die Reaktivität von Verbindungen
des Germaniums in der Oxidationsstufe +2
Germanium-Pseudohalogenide und Germylin-Komplexe
Berlin 2002, 348 Seiten, € 39,80; ISBN: 978-3-934479-63-0
Über das Buch:
Die 350-seitige Darstellung neuer Forschungsergebnisse im
Rahmen einer Dissertationsschrift auf den Gebieten zwischen
Hauptgruppenelement-Chemie und metallorganischer Chemie
richtet sich an Chemiker mit abgeschlossenem Studium. Über
die Synthese, Struktur und Reaktivität einer Vielzahl
neuer Germanium-Verbindungen in den Oxidationsstufen +2
und +4 (wie z. B. Organohalogermylene, Germanium(II)halogenide
und -pseudohalogenide, Germaniumpolyazide, Germylin-Komplexe
und Trihalogermyl-Komplexe) wird berichtet mit Exkursen
zur Darstellung von Übergangsmetall-Komplex-Synthonen
der VI. Nebengruppe.
Neben neuen Verbindungsklassen werden auch Verbindungen
mit hoher Energiedichte, high-energetic compounds,
beschrieben. Sie stehen im Rampenlicht der aktuellen Forschung.
Wichtige Abschnitte werden jeweils durch einen Abriss des
bisherigen Kenntniss-Standes (mehr als 300 Literatur-Zitate)
eingeleitet. Die Synthese und Charakterisierung durch IR-,
Raman- und NMR (1H, 13C, 14N, 29Si, 31P)-Spektroskopie,
Elementaranalyse, Massenspektrometrie, thermisch, teilweise
durch Leitfähigkeitsuntersuchungen und durch ca. 48
Einkristall-Röntgen-Strukturanalysen der zuvor unbekannten
Verbindungen ist state of the art, worüber
ein umfangreicher experimenteller Teil präzise Auskunft
gibt. Strukturanalysen wurden stets diskutiert und zueinander
sowie mit bereits bekannten Strukturen in Beziehung gesetzt.
Die Ergebnisse stießen bereits in der Fachliteratur
auf Interesse, z. B.: S. Trofimenko, Scorpionates
– The Coordination Chemistry of Polypyrazolylborate
Ligands, Imperial College Press, London (1999), S.
91; P. Jutzi, Angew. Chem., 112 (2000), S. 3953-57 (Highlight);
A. Beck-Sickinger, H. Braunschweig, M. Epple, P. Schreiner,
J. Spatz, Nachrichten aus der Chemie, 49 (2001), S. 256
f.; A. Kornath, Angew. Chem., 113 (2001), S. 3231 f. (Highlight).
Über den Autor:
Dr. Peter Portius, geb. 1973 in Berlin, studierte Chemie
an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er schrieb seine
Diplomarbeit 1995 in der Fachrichtung anorganische Chemie
und legt mit diesem Werk nun seine ebenfalls an der HU Berlin
erarbeitete Dissertation vor.