Weißensee Verlag Berlin  

  Start   Verlagsprogramm   Veröffentlichen     Service   Referenzen   Verlag  


Natur- und Ingenieurwissenschaften
Geistes- und Gesellschaftswissenschaften
Wirtschaft und Recht
Wissenschaftliche Buchreihen
 
 

Klemens Millonig

Titelseite
Buchbestellung
Inhalt

 
 

Klemens Millonig
Wettbewerbsvorteile durch das Management des institutionalen Kontextes
Eine integrative Betrachtung von Institutionalismus und Strategischem Management

Berliner Beiträge zur Theorie des strategischen Managements [ISSN 1610-5842], Bd. 1

Berlin 2002, 327 Seiten,€ 14,90; ISBN 978-3-934479-81-4

Zum Inhalt:
In der strategischen Managementforschung gewinnt der institutionalistische Ansatz der soziologischen Organisationstheorie (Institutionalismus) seit Mitte der 90er Jahre zunehmend an Bedeutung. Der Ansatz wird allerdings eher flankierend zu anderen verwendet, wenn es darum geht, Modelle zur Erklärung von Wettbewerbsvorteilen zu ent-wickeln. Letztere greifen i.d.R. auf die Industrieökonomie und/oder Ressourcentheorien zurück und weisen dem Institutionalismus eine nur periphere Erklärungskraft zu.

Mit der vorliegenden Arbeit gelingt es Klemens Millonig, die Analyse und das Management der institutionalen Umwelt zentral im Theoriegebäude des Strategischen Managements zu verankern. Ziel der Untersuchung ist die Klärung der Frage, ob und inwieweit Organisationen durch das Management des institutionalen Kontextes Wettbewerbsvorteile generieren können. Dies ist eine wichtige Fragestellung für die Bestimmung des Stellenwertes des Institutionalismus für das Strategische Management, denn die Grundannahmen der beiden Forschungsrichtungen erscheinen prima facie als unvereinbar, da beide unterschiedliche Rationalitätskonzepte verwenden.

Während das Strategische Management davon ausgeht, daß Organisationen bzw. ihre Entscheidungsträger sich zwar beschränkt, aber doch immerhin intendiert rational verhalten, lehnt der Institutionalismus dieses ökonomische Rationalitätsmodell ab. Statt dessen wird ein normatives Rationalitätskonzept verwendet, wonach das Verhalten von Organisationen und ihren Mitgliedern durch Handlungsroutinen und taken-for-granted-Annahmen, also unreflektiertes Handeln, gekennzeichnet ist.

Über den Autor:
Klemens Millonig, geb. 1970, war nach der Beendigung des Studiums der Betriebswirtschaftslehre fünf Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Management der FU Berlin tätig. Dort schloß er im Juli 2002 seine Promotion mit der Note summa cum laude ab.