Barbara Menzel
Genuszuweisung im DaF-Erwerb
Psycholinguistische Prozesse und didaktische Implikationen
Berliner Beiträge zur Linguistik [ISSN 1612-8524],
Bd. 1
Berlin 2004, 310 Seiten, € 32,00; ISBN 978-3-89998-018-9
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Bände der Reihe
Über das Buch:
Kleine Kinder erwerben scheinbar mühelos, was DaF-Lernenden
bis in den Fortgeschrittenenbereich hinein große
Schwierigkeiten bereitet: die Bestimmung der auf den ersten
Blick völlig arbiträr erscheinenden Genuszuordnungen
des Deutschen. Zwar ist die Bedeutung zuverlässigen
Genuswissens für die zielsprachenkonforme Bildung
nahezu jeder verbalen Äußerung unumstritten,
dennoch stellt sich angesichts des Lernaufwandes die Frage
nach dem Kosten-Nutzen-Verhältnis für den DaF-Unterricht.
Welche der von der Linguistik ermittelten semantischen
und formalen Genusregeln sind angesichts der vielen Ausnahmen
relevant? Inwiefern entsprechen diese Regeln überhaupt
der psycholinguistischen Realität der Lernenden und
sind damit lernbar und lerneffektiv? Und wie steht es
schließlich mit der kommunikativen Funktionalität
des mühsam erworbenen Genuswissens?
Auf der Grundlage einer umfangreichen empirischen Studie
mit erwachsenen DaF-Lernenden zeigt dieses Buch die Prinzipien
und kognitiven Mechanismen auf, nach denen die Genuszuordnungen
bereits in den Anfangsphasen des DaF-Erwerbs etabliert
werden, und untersucht den Zusammenhang zwischen Genuswissen
und allgemeiner DaF-Kompetenz.
Über den Autor:
Barbara Menzel. geb. 1959, studierte Deutsch und Sozialkunde/Politik
auf Lehramt, absolvierte anschließend ein Erweiterungsstudium
Anglistik und promovierte schließlich im Jahre 2001.
Nach zahlreichen wissenschaftlichen Tätigkeiten,
z.B. als Lektorin für Deutsch als Fremdsprache in
Japan, arbeitet sie heute als Dozentin für Deutsch
als Fremdsprache, Englisch und VWL am Staatlichen Studienkolleg
der FH Kaiserslautern.