Klafki, Andreas
Rechtsfragen der Abfallverbringung
innerhalb der Europäischen Union
Lösungen für die Unterscheidung zwischen
Beseitigungs- und Verwertungsabfällen unter
besonderer Berücksichtigung der energetischen
Verwertung
Berliner Beiträge zur Rechtswissenschaft
[ISSN 1610-5737], Bd. 15
Berlin 2006, 202 Seiten, € 29,80;
ISBN 978-3-89998-093-6
Weitere
Bände der Reihe
Über das Buch:
Diese Arbeit stellt den derzeitigen Kenntnisstand
über das EG-Abfallverbringungsrecht und Lösungen
dar, mit denen eine der wohl umstrittensten Grundsatzfragen
des europäischen Abfallrechts, nämlich
die Abgrenzung zwischen der Verwertung und der Beseitigung
von Abfällen weitestgehend beantwortet werden
kann. Lösungen für diesen Konflikt haben
wesentlichen Einfluss auf die in der Praxis extrem
relevante Problematik der Abfalltransporte.
Im Einzelnen werden für diese Arbeit die maßgeblichen
gemeinschaftsrechtlichen Vorgaben zum EG-Abfallverbringungsrecht
dargestellt sowie die notwendigen Begriffsbestimmungen
vorgenommen. Verfahrensfragen, die für die
Einwandssystematik bei der Beurteilung von Transporten
von Abfallstoffen maßgebend sind, werden ebenfalls
ausführlich untersucht. Schließlich wird
die in der Praxis äußerst kontrovers
diskutierte Konstellation erläutert, ob bzw.
unter welchen Voraussetzungen die Verbrennung von
Abfallstoffen als energetische Verwertung oder als
Beseitigung durch Verbrennung einzustufen ist. Die
sich in der Verbringungspraxis etablierten Unterscheidungskriterien
werden analysiert und bewertet; zunächst autonom
anhand des EG-Abfallverbringungsrechts und anschließend
– für jedes Unterscheidungskriterium
integriert als Gesamtdarstellung – mit den
herkömmlichen Mechanismen des europäischen
Umweltrechts. Als ein Ergebnis der Arbeit werden
Kollisionsnormen für die Unterscheidung der
Beseitigungsabfälle von Verwertungsabfällen
vorgestellt.
Über den Autor:
Der Autor, Jahrgang 1973 und in Fürstenwalde/Spree
bei Berlin aufgewachsen, studierte von 1992 bis
1997 an der gerade wieder neu gegründeten Europa-Universität
Viadrina Frankfurt(Oder) Rechtswissenschaften. 1997/98
erlangte er an der Temple University School of Law
in Philadelphia, USA, den „Master of Laws”
(LL.M.). Nach dem zweiten Juristischen Staatsexamen,
abgelegt 2000 in Potsdam, ließ er sich zunächst
als Rechtsanwalt bei einer Rechtsanwaltskanzlei
nieder. Wenig später nahm er eine Tätigkeit
als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Jean-Monnet-Lehrstuhl
der Technischen Universität Dresden auf. Seit
Ende 2001 arbeitet der Autor für das Wirtschaftsministerium
des Landes Brandenburg, von dem er im November 2004
als Nationaler Sachverständiger zur EG-Kommission,
Generaldirektion Wettbewerb, nach Brüssel entsandt
wurde.