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Doris Hildesheim

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Inhalt

Doris Hildesheim
Ingeborg Bachmann: Todesbilder
Todessehnsucht und Sprachverlust in „Malina“ und „Antigone“


Berlin 2000, 191 Seiten, € 20,35; ISBN 978-3-934479-34-0

Buch leider nicht mehr lieferbar!


Über das Buch:
Wenige Gestalten aus der griechischen Mythologie haben mit ihren Taten über Jahrhunderte immer wieder zu künstlerischem Schaffen und wissenschaftlichem Nachdenken angeregt.

Antigone ist eine von ihnen. Die Vielzahl der Interpretationen und künstlerischen Variationen ihres Schicksals ist fast als konkurrenzlos zu bezeichnen. Meisthin wird sie verstanden als Exempel für Mitmenschlichkeit und furchtloses Streben nach Gerechtigkeit. Vertraut mit diesen Interpretationsvorgaben scheint es zunächst nicht auf der Hand zu liegen, sie mit der Ich-Figur aus Ingeborg Bachmanns Malina-Roman zu vergleichen.

Und doch liest man das sophokleische Drama neu und anders und bezieht Erkenntnisse über die athenischen Lebensverhältnisse (der Frauen) von Soziologen, Anthropologen und Kulturhistorikern mit ein, lässt sich aus den Ergebnissen das Bild einer anders verstandenen Antigone zusammensetzen. Antigone durchläuft einen Prozess der Vereinsamung, des Verstummens, und gerät in einen Schwebezustand zwischen Leben und Tod.

Sie zeichnet eine Frauenschicksal vor, wie es sich in den nachfolgenden Jahrhunderten unzählige Male wiederholen wird unter anderem und besonders eindringlich nachvollziehbar an der Ich-Figur aus Malina.

Über die Autorin:
Doris Hildesheim, geb. 22.12.1965; Studium der Gemanistik und Philosophie in Heidelberg und Düsseldorf 1985-1992; Magisterexamen mit Auszeichnung über Walter Benjamins Wahlverwandtschaften-Essay; Studienberaterin an der Zentralen Studienberatungsstelle der Universität Düsseldorf; 1999 Promotion an der TU Berlin bei Prof. Dr. Miller mit dieser Arbeit.

 

Pressestimmen
"Die Romantik hat „Antigone" zur Ikone der bindungslosen Geschwisterliebe und des furchtlosen Strebens nach Gerechtigkeit erhoben. Dieses Buch weist den Weg zu einer „älteren", fast vergessenen Antigone, einer Figur des Übergangs vom Matriarchat zum Patriarchat. Ihr Prozess der Vereinsamung bis hin zum endgültigen Verstummen in einem Schwebezustand zwischen Leben und Tod zeichnet ein Frauenschicksal vor, wie es sich in den nachfolgenden Jahrhunderten unzählige Male wiederholen wird – eindringlich nachvollziehbar an der Ich-Figur aus Ingeborg Bachmanns Roman „Malina"."

Quelle: http://www.onb.ac.at/ariadne/13spli50.htm