Wolf-Dieter Heilmeyer; J. Cordelia Eule (Hrsg.)
Illegale Archäologie?
Internationale Konferenz über zukünftige Probleme bei unerlaubtem
Antikentransfer,
23. - 25.5.2003 in Berlin, aus Anlass des 15. Jahrestages
der Berliner Erklärung
Berlin 2004, 244 Seiten, € 24,80; ISBN 978-3-89998-040-0
Über das Buch:
Der provozierende Titel Illegale Archäologie?
soll die Öffentlichkeit, aber auch die internationale
Archäologenschaft auf ein ständig ernster werdendes,
globales Problem hinweisen: die Diskrepanz zwischen der
Archäologie als Kontext orientierter, Denkmal schützender,
Erkenntnis verpflichteter Wissenschaft einerseits und den
massenhaft dekontextualisierten, ihrer Provenienz beraubten,
aus devastierten Grabungsflächen stammenden, Jahr für
Jahr illegal auf dem Antikenmarkt, in Privatsammlungen oder
Museen auftauchenden archäologischen Objekten andererseits.
Der archäologischen Wissenschaft
ist aufgegeben, die Bodenfunde als Dokumente zu erschließen
und die kulturgeschichtlichen oder naturgeschichtlichen
Fundstätten mit ihrem ganzen dokumentarischen Apparat
als Archive der historischen Erkenntnis zu eröffnen.
Es bedarf wenig, sich vorzustellen, wie verletzlich, wie
leicht zerstörbar jede Antikenstätte durch unkontrolliertes,
undokumentiertes Graben und durch willkürliche, oft
großflächige Bautätigkeit ist.
Pressestimmen:
"... Erschienen ist diese Textpassage im neuen Sammelband
“Illegale Archäologie?", der im Rahmen einer
internationalen Konferenz über zukünftige Probleme
bei unerlaubtem Antikentransfer, 23.-25.5.2003 in Berlin
erschienen ist. Er enthält die mit einer Ausnahme übersetzten
(!) Beiträge von 25 Rednern, die sich zu dieser Thematik
äußerten. Die Übersetzung ist sinnvoll.
Denn was viele deutschsprachige Sammler bisher nicht lesen
konnten, steht nun schwarz auf weiß in deutsch und
leicht verständlich auf dem Papier. Und die Stellungnahmen
eines Teils der Teilnehmer an diesem Kongreß muß
jeden Sammler, jeden Händler aufrütteln."
Münzenrevue vom Mai
2005, S. 121