Weißensee Verlag Berlin  

  Start   Verlagsprogramm   Veröffentlichen     Service   Referenzen   Verlag  


Natur- und Ingenieurwissenschaften
Geistes- und Gesellschaftswissenschaften
Wirtschaft und Recht
Wissenschaftliche Buchreihen
 
 

Ute Dyhr

Titelseite
Buchbestellung
Inhalt
Buch nicht mehr lieferbar!

Ute Dyhr
Theorien der Libido
Studien zum Verständnis der Libido bei Freud, Jung und Reich


Berlin 1999, 101 Seiten, € 12,68; ISBN 978-3-934479-01-2

Über das Buch:
Mit diesem Buch liegt erstmalig eine vergleichende Betrachtung der für die psychoanalytische Theoriebildung wesentlichen Libido-Konzepte von Freud, Jung und Reich vor.
Indem Sigmund Freud „Libido“ als ein zentrales Konzept in die psychoanalytische Theorie einführte, regte er einen bis heute währenden Diskurs um Wesen und Verständnis der Libido an. Vor allem sind es die sich in der Geschichte der Psychoanalyse wandelnden Vorstellungen über energetische Prozesse menschlichen Befindens, welche diesem Konzept jeweils zugrunde liegen.
Carl Gustav Jung und Wilhelm Reich, ursprünglich Anhänger Freuds, entwickelten jeweils eigene Vorstellungen und Überzeugungen über jene grundlegenden energetischen Abläufe, was schließlich zu unüberwindbaren Differenzen führte.
Der Terminus „Libido“ erhielt durch Freud, Jung und Reich divergierende Definitionen, wobei freilich alle drei Autoren einer energetischen Grundlage von psychischem Geschehen verbunden blieben. C. G. Jung grenzte sich entschieden von der psychoanalytischen Begriffsdefinition ab, während W. Reich seine Definition als Weiterführung der frühen Vorstellungen S. Freuds verstand. Freud selbst distanzierte sich vehement von beiden.
Ute Dyhr ist es gelungen, informativ und in klar verständlicher Weise die Debatte um den Begriff der Libido nachzuvollziehen. In dem vorliegenden wissenschaftshistorischen Werk erfasst die Autorin erstmals vergleichend die spezifische Bedeutung des Libido-Konzepts in den Theorien von Freud, Jung und Reich und führt damit die historischen Anfänge der heutigen Diskussion um diesen wichtigen Begriff der Psychoanalyse vor Augen.

Über die Autorin:
Ute Dyhr, geb. 1961; Ausbildung in Krankenpflege, Physiotherapie und Körperpsychotherapie; Studium der Psychologie; in Berlin in freier Praxis tätig.