Weißensee Verlag Berlin  

  Start   Verlagsprogramm   Veröffentlichen     Service   Referenzen   Verlag  


Natur- und Ingenieurwissenschaften
Geistes- und Gesellschaftswissenschaften
Wirtschaft und Recht
Wissenschaftliche Buchreihen
 
 

Antje Doßmann

Titelseite
Buchbestellung
Inhalt

Antje Doßmann
Die Diktatur der Eltern
Individuation und Autoritätskrise in Monika Marons erzählerischem Werk


Berlin 2003, 170 Seiten, € 9,80; ISBN 978-3-934479-89-0

Über das Buch:
Seit Christa Wolfs Nachdenken über Christa T. gehört das Problemww des ,Subjektwerdens’ zu den zentralen Themen der DDR-Literatur. Wer bin ich? Warum bin ich so geworden? Diese Fragen stehen auch im Mittelpunkt des erzählerischen Werkes Monika Marons. Zugleich geht es in den Romanen der Autorin um die Darstellung substantiellen Leidens unter der ,Diktatur der Eltern’. Da es Analogien gibt zwischen der patriarchalen Familie, der Marons Protagonistinnen ent-stammen und dem repressiven DDR-Staat, wird in der Familiensphäre der Romanheldinnen ein Raum der Erkenntnis über allgemeingültige Voraussetzungen zur Überwindung restriktiver Autoritätsbeziehungen geöffnet. Die Emanzipations-anstrengungen der Maronschen Protagonistinnen spiegeln so auch die kollektiven Erfahrungen der DDR-Intellektuellen im Widerstreit mit der Elterngeneration wider.

Die vorliegende Studie weist den Nexus von Individuation und Emanzipation in Marons erzählerischem Werk nach. Das Deutungsverfahren wird von zwei Grundannahmen flankiert: zum einen, dass es einen inneren Zusammenhang in den Romanen der Autorin gibt, der für das Gesamtwerk konstitutiv ist, und zum anderen, dass die einzelnen Werke Marons einen sukzessiven Emanzipationsprozess beschreiben. Zur Analyse herangezogen werden die vier Romane Flugasche (1981), Die Überläuferin (1986), Stille Zeile sechs (1991) und Animal triste (1996) sowie die 1999 erschienene ,Familiengeschichte’ Pawels Briefe.

Über die Autorin:
Antje Doßmann lebt und arbeitet als Journalistin und freie Autorin in Bielefeld.