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Jan Nikolas Dicke

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Inhalt

Jan Nikolas Dicke
Eugenik und Rassenhygiene in Münster zwischen 1918 und 1939

Berliner Beiträge zur Zeitgeschichte [ISSN 1610-5818], Bd. 3
Berlin 2004, 167 Seiten, € 12,80; ISBN 978-3-89998-035-6

Weitere Bände der Reihe


Über das Buch:
Der Wert, den die Gesellschaft einem Menschenleben zubilligt, lässt sich messen – in Heller und Pfennig, in Euro und Cent. Die Entscheidung, ob ein medizinischer Eingriff „lohnt“ oder nicht, ist selbst im modernen Wohlfahrtsstaat nicht nur eine Frage des medizinisch Notwendigen. Immer hat sie sich auch daran zu orientieren, was die Solidargemeinschaft finanziell leisten kann, beziehungsweise: was sie zu leisten bereit ist. Bis zum Ende des ,Dritten Reiches' galt das in verstärktem Maße. Diese Arbeit untersucht den schleichenden Erosionsprozess etablierter Moralvorstellungen an der Universität und im Gesundheitswesen der Stadt Münster zwischen 1918 und 1939. Anhand biographischer Einzelskizzen weist sie nach, wie Mediziner und Wissenschaftler das Wohl des Patienten opferten, um sich den eigenen Einfluss in der eugenisch-rassenhygienischen Theorie und Praxis zu sichern. Zugleich räumt sie mit Vorstellungen auf, das kirchlich-konservative Milieu der Stadt Münster habe ein wirksames „Bollwerk“ gegen die NS-Rassenhygiene gebildet.


Über den Autor:
Jan Nikolas Dicke, geboren 1975 in Warstein, studierte Deutsch und Geschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Zurzeit absolviert er ein Promotionsstudium an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster in den Fächern Neuere und Neueste Geschichte sowie Deutsche Philologie und Erziehungswissenschaft.

Das sagen die Anderen:
"[...] Dicke untersucht vor allem die Rezeption von Eugenik und Rassenhygiene an der Universität Münster zwischen 1918 und 1939. Er kann in seiner tour d’ horizon durch die Münsteraner Universitätslandschaft in der Medizinischen, der Rechts- und staatswissenschaftlichen und der Katholisch-theologischen Fakultät überzeugende Belege für die Aufnahme eugenischer Konzepte durch einzelne Vertreter dieser Fakultäten in der Weimarer Republik und ihre Radikalisierung in der NS-Zeit präsentieren. [...] Dicke ist eine überzeugende Arbeit gelungen, die sowohl für die Universitätsgeschichte wie für die Geschichte des öffentlichen Gesundheitswesens der Stadt Münster einen wichtigen Beitrag leistet."
(Johannes Vossen, Sammelrezension: Zur Geschichte der Medizin und des Gesundheitswesens im NS in H-Soz-u-Kult 2006-3-163) (http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2006-3-163)