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Louis Couperus

Couperus Louis
 
Inhalt
Dieses Buch ist nicht mehr lieferbar

Louis Couperus
De Binocle – Das Opernglas
Niederländisch/Deutsch

Übersetzung von Tanja Holzhey
Illustrationen von Franziska Fuhrmann
Berlin 2004, 46 Seiten, € 10,00; ISBN 978-3-89998-998-4

Über das Buch:
„ Es war vor ungefähr fünf Jahren, als ein junger Tourist, indonesisch-niederländischer Herkunft, Journalist, ein vornehmer junger Mann, ein wenig nervös veranlagt, sehr sanftmütig trotz seines tropischen Blutes, in Dresden, in der Oper, des Morgens, eine Karte kaufte für einen Platz in der ersten Reihe des vierten Ranges, um die ,Walküre' zu hören ..."
Mit diesem Satz beginnt die Novelle „De binocle“ (1920) von Louis Couperus, die in den Niederlanden zu einer seiner bekanntesten Erzählungen gehört und die nun in einer zweisprachigen, illustrierten Ausgabe auch dem deutschsprachigen Publikum zugänglich ist.
In meisterhafter, eindringlicher Manier schildert Couperus das Los des jungen Mannes (das zuweilen an E. T. A. Hoffmanns „Der Sandmann“ erinnert), der bei einem ihm recht eigenartig erscheinenden Optiker für die abendliche Vorstellung ein Opernglas kauft und sich auf seinem hohen Platz, hin und her gerissen zwischen der Illusion auf der Bühne und der Realität im Zuschauersaal, nur mit Mühe zurückhalten kann, das Glas einem glatzköpfigen Mann im Parkett an den Kopf zu werfen. Nach dem Ende des Stückes verlässt er eilig das Haus, wobei er fünf Jahre später noch einmal an denselben Ort – Dresdner Oper – erste Reihe, vierter Rang – Aufführung der „Walküre“ – zurückkehren wird ...

Über den Autor:
Louis Couperus (1863 - 1923) zählt zu den bedeutenden niederländischen Schriftstellern des Naturalismus und Determinismus. Zu seinem vielseitigen Œuvre gehören neben psychologischen, mythologischen und historischen Romanen und Erzählungen auch Gedichte, Feuilletons und Reisebeschreibungen.
Tanja Holzhey (geb. 1974) studierte Niederländische Philologie und Germanistik. Sie promoviert derzeit an der Universiteit van Amsterdam am Institut für Ältere niederländische Literatur zum Thema frühneuzeitlicher Übersetzungen im niederländischen Sprachgebiet.
Franziska Fuhrmann (geb. 1974) studierte Niederländische Philologie und Kunstgeschichte. Sie ist gestalterisch tätig und war als Verlagsmitarbeiterin entscheidend an der Umsetzung und Herausgabe des vorliegenden Buches beteiligt.


Pressestimmen:

„Ein kleines Juwel ist diese Erzählung des Niederländers Couperus … Couperus versteht es, mit wenigen Strichen eine eindringliche, fast kafkaeske Atmosphäre zu zeichnen, die einen nicht mehr los lässt.“

Markgrafen-Post, Festspiele 2005, Sonderausgabe, S.16