Till Ansmann
Simulation der Haushaltswassernachfrage im Elbegebiet
Ein mikrobasierter, mesoskaliger Modellansatz
Berliner Beiträge zur Ökologie [ISSN 1610-6326],
Bd. 7
Berlin, Dezember 2010, 221 Seiten, € 38,50; ISBN 978-3-89998-190-2
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Bände der Reihe
Über das Buch:
Viel zu lange haben Infrastrukturplaner die Entwicklungstendenzen
bei der Haushaltswassernachfrage vernachlässigt. Gravierende
Infrastrukturfehlplanungen waren die Folge. Besonders in
Ostdeutschland hat dies zu hohen Fehlallokationen volkswirtschaftlicher
Ressourcen geführt.
Eine genaue Analyse der Haushaltswassernachfrage ist daher
aus zwei Gründen wichtig: zum einen gehört die
Gestaltung unserer Wasserver- und -entsorgungsinfrastruktur
zu den kapitalintensivsten Aufgaben der Kommunen. Hier besteht
also ein hohes Sparpotenzial. Zum anderen ist eine genaue
Erfassung der Wassernachfrage notwendig für die nachhaltige
Bewirtschaftung und den Schutz von Wasserressourcen gemäß
der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL).
Die bessere Planung und Steuerung unserer Wasserversorgungssysteme
stellen dringende gesellschaftliche Aufgaben dar, und zwar
nicht nur in Ostdeutschland, sondern wegen der demografischen
Entwicklung in ganz Deutschland und auch anderen Teilen
Europas.
Der daraus resultierende Bedarf nach neuen Methoden zur
Wasserbewirtschaftung bildet den Ausgangspunkt dieses Buches.
Die Ursachen des Wasserverbrauchs hängen in Erscheinung
und Art von der Betrachtungsebene ab, was zu einer spezifischen
Skalenproblematik führt: Menschen in der Rolle als
Wasserkonsumenten leben in Familien, die wiederum in Nachbarschaften
wohnen, welche Teil einer Gemeinde sind, die in einer speziellen
Region liegt, usw. In diesem Buch wird ein Modell vorgestellt,
das eine fundierte Analyse und Prognose der Haushaltswassernachfrage
ermöglicht und dabei die Wechselwirkungen zwischen
benachbarten Skalenebenen aufnimmt.
Über den Autor:
Dr. rer. pol. Till Ansmann studierte Betriebswirtschaftslehre
an der FAU Erlangen-Nürnberg, der Universidad de Chile
(Chile), dem Waterford Institute of Technology (Irland)
und der Universität Leipzig. Seit 2004 arbeitet er
in Leipzig im Department Ökonomie am Helmholtz-Zentrum
für Umweltforschung.