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Monika Tschannen, Ursula Gertsch, Ludo Cebulla (Hrg.)
Mobilität im Alter.

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Aus dem Inhalt
Einleitung
Monika Tschannen, Rundum) mobil

When I get older losing my hair many years from now
Will you still be sending me a Valentine, birthday greetings, bottle of wine?
If I'd been out till quarter to three would you lock the door?
Will you still need me, will you still feed me
When I'm sixty-four?

Diese von John Lennon und Paul McCartney im populären Song der Beatles „When I’m 64“ aufgeworfenen Befürchtungen und viele weitere Fragen stellen sich beim Älter werden – jedem von uns.
Am nationalen Fachkongress vom 17. und 18. März 2005 haben sich auf Einladung von Rundum) mobil rund 140 Fachleute aus Politik, Planung und Beratung in Thun getroffen und das Thema Mobilität im Alter ausgeleuchtet. Schwerpunkte in den Referaten und Diskussionen bildeten die Themen Siedlungs- und Verkehrsplanung und die Alterskonzepte der öffentlichen Hand. Aufgegriffen wurde dieser Schwerpunkt von Akteuren, die sich in der Praxis mit der Planung für und der Instruktion und Schulung von älteren Menschen auseinander setzen.
Das Thema „Mobilität im Alter“ wurde bewusst aus einer politischen und einer fachlichen Perspektive betrachtet. Die drei Grundlagenbeiträge
zeigen denn auch den Handlungsspielraum für Politik und Planung. Aufbauend auf diesem Wissen, können Strategien für die Planung des Verkehrs- und Siedlungsraumes formuliert werden, Angebote von Verkehrsdienstleistern entwickelt und Kurse für Senioren und Seniorinnen konzipiert werden, in welchen Know-how und Ideen zur aktiven Gestaltung von Mobilität und Lebensraum vermittelt werden.
Als Auftakt zum Fachkongress hat die Stadt Thun und der Kanton Bern zusammen eine Vorabendveranstaltung durchgeführt und dabei die Alterspolitik des Kantons Bern und der Berner Gemeinden vorgestellt. Grundlage der Bernischen Alterspolitik bildet der Bericht, welcher im April 2005 durch das kantonale Parlament genehmigt worden ist. Dieser kantonale Rahmen bildet die Grundlage für kommunale und regionale Konzepte und Leitbilder mit ihren Umsetzungsmassnahmen. Die für ältere Menschen spürbaren Massnahmen zur Verbesserung ihrer Mobilitätsbedingungen werden aber schlussendlich in den Gemeinden und in den Regionen beschlossen und umgesetzt.
Gerade weil diese Ebene so wichtige ist, wurden mit dem gesamtschweizerischen Fachkongress die Planungsverantwortlichen aus den Gemeinden und Kantonen aber auch private Investoren angesprochen. Die Veranstalter des Fachkongresses „Mobilität im Alter“ wollen Wissen, Erkenntnisse und Beispiele vermitteln aber auch einen Leitfaden für die praktische Arbeit im Alltag erarbeiten. Die an diesem Kongress erarbeiteten Leitsätze sollen als Werkzeug in der Planungsarbeit in den Gemeinden oder bei privaten Investoren dienen. Die Leitsätze finden Sie am Schluss dieser Publikation auf Seite 172f.
Damit Investoren (damit sind sowohl die öffentliche Hand wie auch private Investoren angesprochen) ein Massnahmenkonzept erarbeiten und Massnahmen zur besseren Integration der Mobilitätsbedürfnisse der Senioren in die Planung einfliessen können, müssen die Problembereiche erkannt sein. Deshalb wurden mit den ersten Referaten Grundlagen zu den speziellen Voraussetzungen und Bedürfnissen der Senioren vermittelt.
In der Einleitung zum Fachkongress erörtert Urs Kalbermatten aus verschiedenen Perspektiven die hohe Bedeutung, die der Mobilität im Alter zukommt. Versteht man Mobilität auch als Wahlmöglichkeit und die Nutzung von Handlungsspielräumen, erhöht sich die Mobilität in den ersten Jahren nach der Pensionierung und erfährt erst in Zusammenhang mit körperlichen Einbussen eine Abnahme. Anhand von vier gerontologischen Modellen leitet er Fragestellungen und Formen der Mobilitätsgestaltung ab. Die Mobilitätsthematik beeinflusst im Alter auch die Identität, das Selbstwertgefühl und die Selbständigkeit des ältern Menschen, aber auch seine soziale Partizipation und seine gesellschaftliche Integration. In seinem Beitrag werden verschiedene Handlungsstrategien der Mobilitätsplanung und auch der Anpassung bei Einbussen behandelt. Besonderen Akzent legt er auf eine Diversifizierung der Mobilitätsgestaltung und Lebensstile im Alter.
Nebst den Perspektiven der älteren Menschen bezüglich ihrer Lebensgestaltung und Bedürfnisse müssen auch die Siedlungsstrukturen und verkehrlichen Rahmenbedingungen analysiert werden. Verena Häberli gibt in ihrem Referat einen Überblick über die räumlichen Entwicklungen und wie sich in diesem Zusammenhang die Voraussetzungen für die autonome Mobilität verändert haben. Dabei haben die Veränderungen der räumlichen Charakteristiken gerade auf den Mobilitätsalltag von Senioren einen grossen Einfluss. Im Gegensatz zu jüngeren Menschen, können sie vielfach nicht mehr aus dem ganzen Verkehrsmittelangebot auswählen. Ihr Anteil an Fusswegen und die Abhängigkeit von den Angeboten des öffentlichen Verkehrs nehmen prozentual stark zu. Auf der Basis des erfassten Mobilitätsverhaltens von älteren Menschen und in Kenntnis ihrer Mobilitätskompetenz können die Ansprüche an den mehrdimensionalen Mobilitätsraum definiert werden. Mit Hilfe von Beurteilungskriterien (wie ungehinderte Fortbewegung, Verkehrssicherheit, gute Orientierungsmöglichkeiten, Sicherheit etc.) gilt es, diese räumlich umzusetzen. Dabei stehen Massnahmen für zu Fuss Gehende stark im Vordergrund.
Der Spielraum für eine eigene Lebensgestaltung und für das Unterwegssein wird unter anderem stark durch die körperlichen und psychischen Voraussetzungen bestimmt. Ludo Cebulla zeigt in seinem Beitrag typische Veränderungen welche zu Einschränkungen im alltäglichen Unterwegssein führen können. Bei diesen natürlichen Veränderungen, die auch beim gesunden älteren Menschen auftreten, handelt es sich um die Reduktion von Sehvermögen und Sehschärfe, Rückgang des Hörvermögens, eine Verringerung der Konzentrationsfähigkeit insbesondere unter Zeitdruck und Einschränkungen der Beweglichkeit. Häufig kommen gesundheitliche Probleme hinzu wie Arthrose, Herzkreislauferkrankungen oder neurologische Störungen, welche die Verkehrstüchtigkeit stark einschränken können. Im Zusammenhang mit gesundheitlichen Problemen müssen auch die direkten und indirekten Wirkungen von Medikamenten berücksichtigt werden. Der individuelle Mobilitätsspielraum wird unter anderem von diesen altersbedingten und gesundheitlichen Voraussetzungen bestimmt und wird auch früher oder später zur Aufgabe des Autofahrens führen.
Im zweiten Teil der Fachtagung wurde der Fokus auf die Umsetzung
gelegt. Jürg Dietiker begleitet mit eindrücklichen Bildern einen Senior auf seinen täglichen Wegen und zeigt auf, wie eine altersgerechte Siedlungs- und Verkehrsplanung aussehen sollte. Als Fazit aus den vielen Planungsbeispielen und mit Bezug auf die im Grundlagenbeitrag von Verena
Häberli aufgezeigten Bedingungen, können fünf Eigenschaften an die Planung formuliert werden, an welchen sich Lösungen orientieren müssen: langsam – sicher – einfach – sorgfältig – bequem.
In verschiedenen Verkehrssituationen haben Kinder und Senioren ähnliche Bedürfnisse. Die Einschätzung von Verkehrssituationen beispielsweise erfolgt in beiden Gruppen aus physischen und psychischen Gründen häufig anders als bei jungen und mittelalterlichen Erwachsenen. Gerade da zeigt sich, dass eine sorgfältige Planung, die ja in der Regel von der berufsaktiven Generation ausgeführt wird, diese Aspekte berücksichtigen muss. Alexandra Grenacher weist auf diese intergenerativen Aspekte hin und zeigt auf, wo sich die Bedürfnisse der Senioren und Kinder treffen und wie aus dieser Interessenskumulation auch eine politische Kraft in der Abwägung der Interessen entsteht.
Der öffentliche Verkehr probt in Zeiten rigider Sparprogramme einen heiklen Spagat. Caroline Beglinger und Hans Kaspar Schiesser beleuchten in ihrem Beitrag die Gewinne aber auch die Kompromisse, die ältere Menschen bei der öV-Nutzung eingehen müssen. Der öffentliche Verkehr baut physische Zutrittshürden ab, gerade auch für Ältere, muss seine
Angebote aber doch in erster Linie nach den Hauptkundensegmenten ausrichten. Mit dem Personalabbau hat sich vor allem auf kleineren Bahnhöfen die Lage für Senioren verschlechtert, weil sie im Umgang mit Ticket-Automaten oder Billett-Bestellungen über das Internet oft weniger geübt sind als Junge. Umgekehrt werden seit den neunziger Jahren
vermehrt Anstrengungen unternommen, den physischen Zugang zu den
öffentlichen Verkehrsmitteln zu erleichtern: mit angepassten Perronhöhen, breiteren Türen, Niederflurtechnologie. Diese Tendenz hat das Behindertengleichstellungsgesetz von 2002 zusätzlich akzentuiert. Nach der Beseitigung der Niveauunterschiede beim Ein- und Aussteigen erwartet der öffentliche Verkehr vom ausgebauten Angebot und von deutlich verbesserter Fahrgastinformation eine zusätzliche Attraktivitätssteigerung für ältere Menschen. Seniorinnen und Senioren sind für den öffentlichen Verkehr nicht zuletzt deshalb interessant, weil ihre Fahrten zum grössten Teil Freizeitfahrten sind und eher zu Schwachlastzeiten stattfinden.
Welches sind die Strategien, im Alter selbständig mobil zu bleiben? Ludo Cebulla zeigt in seinem Beitrag konkrete Massnahmen auf. Zur Verbesserung der Sicherheit im Umgang mit der Mobilität können individuelle und Umgebungsfaktoren beitragen. Ältere Menschen versuchen mit einem vorsichtigen Fahrstil und der Vermeidung von heiklen Fahrbedingungen (Fahren in der Nacht, hohes Verkehrsaufkommen) Defizite des Alters zu kompensieren. In Mobilitätskursen können sie ihre Kenntnisse und Fähigkeiten auffrischen oder erwerben, um die breite Palette des Mobilitätsangebots zu nutzen. Die Förderung der physischen und psychischen Fitness mit entsprechenden Aktivitäten unterstützt entscheidend eine autonome Mobilität. Die Gestaltung der Umgebung und ein geeignetes Verkehrsangebot helfen mit, trotz individuellen Einschränkungen die nötigen Verrichtungen ausser Haus selbständig wahrnehmen zu können. Gefordert ist die Raum- und Siedlungsplanung mit einem Angebot von Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungseinrichtungen, die für ältere Menschen selbständig und sicher erreichbar sind. Entsprechende bauliche Massnahmen von Verkehrswegen und Mobilitätshilfen wie Hauslieferdienst und Seniorentaxi müssen eingeschlossen werden. Kommt eine möglichst engmaschige Unterstützung von Verwandten und Bekannten (Nachbarschaftshilfe) dazu, kann bis ins hohe Alter die Selbständigkeit im Alltag ausser Haus aufrechterhalten werden.
Zu guter Letzt: Die im Eingangszitat geäusserten Befürchtungen hinsichtlich der Isolation im Alter müssen sich nicht bewahrheiten. Die Gesellschaft und jeder von uns muss dem Prozess des Alterns mit seinen Veränderungen und den zunehmenden gesundheitlichen Problemen Rechnung tragen. Mit diesem Bewusstsein bieten die heute vielfältigen Transportmöglichkeiten gute Voraussetzungen, die Mobilität im Alter dem physischen und psychischen Leistungsvermögen anzupassen. Die ab Seite 172 eingefügten „Leitsätze für Verkehrs- und Siedlungsplanung“ sind ein Resultat dieses Fachkongresses und sollen als Leitfaden in die Planung einfliessen und mithelfen, die Selbständigkeit ausser Haus bis ins hohe Alter zu erhalten.

Foreword
Monika Tschannen, Rundum) mobil

Mobility: Housing and Transport Policy for Senior Citizens
When I get older losing my hair many years from now
Will you still be sending me a Valentine, birthday greetings, bottle of wine?
If I'd been out till quarter to three would you lock the door?
Will you still need me, will you still feed me
When I'm sixty-four?

The forebodings of John Lennon and Paul McCartney in the Beatles hit “When I’m 64”, and many other questions that arise as one gets older, will confront each and every one of us.
140 specialists from the political, planning and advisory fields responded to the invitation from Rundum) mobil and attended the National Conference on March 17. and 18.2005 to discuss the subject of “Mobility for Senior Citizens”. The main emphasis of the speeches and discussions were housing and transport policy and public policy for senior citizens, an emphasis instigated by individuals whose work involves planning and implementing policies for senior citizens.
The subject “Mobility for Senior Citizens” was intentionally approached from both a political and a specialist angle. The three opening contributions reveal the main focus areas and the room for manoeuvrability from a political and planning perspective. Strategies for transport and housing policy can be built upon this foundation, specific products from transport operators developed and courses conceived for senior citizens in which not only know-how, but also ideas to promote active participation can be discussed.
Proceedings began with an eve of Conference meeting organised by the City of Thun and the Canton of Berne, in which both regional and local public policy for senior citizens was presented. The basis for Bernese public policy is the report that passed through the cantonal parliament in April 2005, which provides the foundation for local and regional concepts for carrying through policy. At the end of the day, however, it is the decisions and policy carried through within local communities and regions that will have the most impact upon improving mobility conditions for older people.
Because this local level is so important the National Conference aimed to involve policy planners from local communities and cantons in addition to private investors. The organisers of the “Mobility for Senior Citizens” Conference aim not only to relate current knowledge and practice with everyday examples, but also to develop a series of principles for practical day-to-day implementation in the future. The proposals passed by Conference should work as a guide for policy planning within a local community or for a private investor. They are listed in the appendix on page 172f.
Before investors (both public and private) can develop a programme that better serves the mobility requirements of older people, the problem areas need to be defined. Thus the opening conference speaker outlined the special conditions and needs of senior citizens.
In his introduction Urs Kalbermatten spoke of the increasing importance of mobility in old age. If accepted as a series of opportunities and appropriate choices, mobility tends to increase in the years immediately after reaching retirement and only starts to decrease as older people become physically more fragile. Drawing upon four gerontological variations he presents the necessary questions relating to the organisation of mobility. Mobility in old age also has an influence on a person’s identity, self-esteem and independence, in addition to enabling participation in society. His contribution deals with various strategies for mobility planning, including adjustments as the situation changes, with an emphasis on a diversification of mobility organisation and lifestyle in old age.
In addition to looking at organisation and needs from the perspective of older people, existing housing and transport structures need to be analysed. Verena Häberli tells us the history of how our physical environment has developed and how this, in turn, has changed the conditions for independent mobility, changes especially affecting senior citizens. In comparison to younger people many are unable to make use of every mode of transport available; as age increases so does dependence on footpaths/ pavements and public transport. By combining accepted behavioural patterns with the knowledge of the capabilities of older people, one can define the mobility requirements within a multidimensional environment. Forming an opinion by using criteria such as unhampered movement, road-safety, good sign-posting, etc., the task is then to ensure that the correct conditions prevail. Improvements for pedestrians will be at the top of the list.
The capacity for organising one’s own life and mobility is greatly influenced by one’s physical and mental capabilities. Ludo Cebulla describes typical changes that can inhibit one’s day-to-day mobility. These natural changes, that also affect healthy older people, are diminishing eyesight and hearing, a reduction in the capability to concentrate (especially under pressure) and inhibitions in movement. Often illnesses such as arthritis, circulatory difficulties or nervous disorders add to the problems that can greatly reduce one’s capabilities. The effects of medicines, including the side-effects, also have to be taken into consideration. An individual’s mobility capacity will, amongst other things, be affected by the aforementioned age-induced conditions which, sooner or later, will result in ceasing to drive a car.
The second part of the conference concentrated on how this all relates in practice. Jürg Dietiker accompanied a senior citizen on his daily route. His visual documentary, of what appropriate housing and traffic planning for older people should look like, created a great impression. As a result of the many planning examples, in conjunction with the conditions outlined by Verena Häberli, five components are identified as necessary within planning for a successful solution: slow, safe, simple, careful, comfortable.
In many traffic situations children and senior citizens have similar needs. Due to physical and mental reasons both groups often assess traffic situations in a different way to young and middle-aged adults, the generation usually responsible for carrying out planning. It is precisely for this reason that careful planning (for all age-groups) is called for. Alexandra Grenacher reminds us of the mutuality between generations and shows us where the needs of senior citizens and children intertwine and how out of this cumulation of interests a political force is created.
Public transport, in an era of cost-cutting, finds itself in a difficult situation. Caroline Beglinger and Hans Kaspar Schiesser demonstrate not only the gains, but also the compromises that older people have to accept when they use public transport. Public transport is busy dismantling physical barriers, also for older people, but has to concentrate on its main customers. Personnel reductions have increased the problems for senior citizens, especially in the smaller railway stations, because they have less practice than younger people with automatic ticket-vending machines or ordering tickets via the Internet. On the other hand, efforts have increased since the 90s to improve physical access to public transport: platform heights have been harmonised, wider doors incorporated, low-level floors introduced. These improvements were also supported by the Equality of Handicapped People Law passed in 2002. Public transport providers hope that the removal of height difference when boarding and alighting, an increase in services and improved passenger information will increase the number of older people using public transport. Senior citizens are an interesting target group for public service providers because they tend to be recreational passengers who do not travel at peak times.
What are the strategies for remaining independently mobile in old age? Ludo Cebulla tells us that both individual and environmental factors contribute to increased safety. Older people attempt to compensate for any deficiencies brought on by old-age by driving more carefully and avoiding difficult driving situations (such as driving by night or at peak times). Mobility courses offer the possibility to brush-up one’s knowledge or to learn new skills in order to make the most of the wide range of mobility products on offer. Activities that support physical and mental agility are decisive factors in maintaining independent mobility. Suitable neighbourhood layout and transport availability are also important factors in achieving this aim. The challenge for planners is to create conditions so that shopping and services are independently and safely within reach of older people. This entails both physically building the necessary traffic systems as well as offering services such as home-delivery and taxis for senior citizens. If this is then supported by family, friends and neighbours it will be possible to remain independent well into old age.
Summing up, the apprehensions of Lennon and McCartney do not have to be foregone conclusions. Society and each and every one of us have to take responsibility for the changes and increasing health problems as age increases. With this in mind, the multitude of transport options available today offer a good opportunity for staying mobile. The “Proposals for Transport and Housing Planning” listed on page 172f. are a result of this conference. They should act as a planning guide to help maintain independence well into old age.